James Last Benelux Club
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James Last - Eine Biographie

James Last wurde am 17. April 1929 im norddeutschen Bremen-Sebaldtsbrück als Hans Last (Hansi ist sein Rufzeichen) geboren. Nach einer Tochter und drei Söhnen war Hansi das jüngste Kind von Martha und Louis Last, einem Gassensor der dortigen Gesellschaft. In seiner Freizeit spielte Louis foto van klein Hansje als Akkordeonist oder Schlagzeuger.

Mit acht Jahren spielte Hansi zur Überraschung seiner Eltern das deutsche Volkslied "Hänschen klein" am Klavier. So ließen sie ihn Musikstunden folgen. Ab 1943 absolvierte Hans eine musikalische Ausbildung an den Militärakademien von Frankfurt und später in Bückeburg bei Hannover. Sein Ziel war es, als 23-jähriger klassischer Dirigent zu studieren. Nach dem Klavier-, Fagott- und Flötenunterricht lernte er den Kontrabass kennen. Dies wurde sein Hauptinstrument und sollte den Rest seiner musikalischen Karriere bestimmen. Als die Akademie in Bückeburg in voller Kriegszeit geschlossen wurde, bedeutete dies das Ende der klassischen Ausbildung für Hansi.

Als kleiner Junge landete er in der Szene, die während der Kriegsabende in amerikanischen Clubs in Bremen zu hören war. Zunächst als Pianist, später als Bassist. Mit 16 Jahren unterschrieb er seinen ersten Vertrag als professioneller Musiker. Hans lernte von den amerikanischen Radiostationen die innovative Amerikanische Jazz und Big Band Musik kennen. Was er tagsüber im Radio hörte, versuchte er abends während der Aufführungen zu spielen. Jazz wurde seine Lieblingsmusik.

'Hans will immer der Beste sein und ist ein großer Draufgänger', sagte sein Bruder Werner einmal in einem Interview. Dies zeigte sich daran, dass er von 1950 bis 1953 drei Jahre nacheinander vom Deutschen Jazzpoll zum Besten deutschen Bassisten ernannt wurde. Dieser Titel brachte Hansi in Kontakt mit den Großen der deutschen Musikwelt. In den 1950er Jahren blieb er vor allem als Arrangeur für deutsche Schlager-Interpreten wie Catharina Valente, Freddy (Quinn) u.v.a. tätig. Auch Leiter von großen Unterhaltungsorchestern oder kleineren Bands beriefen sich auf seine Fähigkeiten als Komponist und Arrangeur.

Im privaten Bereich waren die 1950er Jahre für Hans Last gleichermaßen drastisch. 1955 heiratete er die Bremer Waltraud Wiese (1931 - 1997). Seit er einen unbefristeten Vertrag mit dem NDR in Hamburg hatte, ließen sich Hansi und Waltraud 1956 in dieser Musikstadt nieder. 1957 wurde ihre Tochter Catherina (Rina) geboren und im November 1958 erblickte Sohn Ronald (Ron) das Licht der Welt.

Da die meisten Künstler, für die er bei Polydor (Deutsche Grammophon Gesellschaft, heute Universal Records) arbeitete, unter Vertrag standen, kam Hans Last auf die Frage "ob er etwas für sie tun könnte?" 1963 unterzeichnete Hans Last seinen ersten Vertrag mit Polydor. Er nahm zwei Alben unter seinem Namen Hans Last und eine unter dem Pseudonym "Orchester Orlando". auf. Diese Produktionen haben ihn jedoch nicht befriedigt! Hansi wollte mehr und suchte nach Innovationen.

1965 feierten Waltraud und Hansi mit einer Party ihren zehnten Hochzeitstag. Wie so oft fehlte da die passende Musik ... Inzwischen ist folgendes passiert. Die aufkommende Popmusik von u.a. The Beatles und The Rolling Stones hatte großen Einfluss auf die Jugend. Dies führte mehr denn je zu einem Generationenkonflikt. Als junger Musiker unterzog sich Hansi auch den neuen Einflüssen, die ihm die nötige Inspiration geben sollten. Es veranlasste ihn zu folgendem Gedanken: "Warum lässt man die Musik junger Menschen nicht für die älteren Generationen tanzbar machen? So wird sie für die letztere Kategorie unbewusst akzeptabler." Der Gedanke sollte schließlich zur Geburt des James Last Sound auf musikalischer Ebene führen, denn Hansi erzählte folgendes. "Als kleiner Junge, hörte ich mit meinem Vater eine Radiosendung auf einem dänischen Radiosender. Dies wurde live ausgestrahlt und zwischen der Musik durch gab es Klappern von Gläsern und Tassen. Schon als Kind habe ich die besondere Atmosphäre erlebt, die in der Sendung war. Die Erinnerung an diese Radiosendungen ist eigentlich die Grundlage meines Party-Sounds." Hansi hatte tatsächlich eine originelle Kombination gefunden, die zu seiner idealen Partymusik führen würde. Er würde es auf der bewussten Party bei seiner zehnjährigen Ehe selbst testen. Von aktuellen Hits, machte er eine Auswahl und verarbeitet sie in Medley Form einer Tanzrhythmus: Foxtrott, langsam, Jive usw. Mit befreundeten Musikern des NDR Hamburg (einschließlich Günter Platzek, Jochen Wohnung und Detleff Surmann) hatte er eine Band zusammen gestellt. Im Gegensatz zu den (Big) Bands, die seit Jahren gespielt haben, stellte Hansi ein neues Line-Up zur Verfügung und veränderte sogar das traditionelle Arrangement der Musiker. Das altehrwürdige Rhythmusmuster in den Arrangements wurde ebenfalls erneuert. Während der Party nahm Hansi die Veranstaltung auf Tonband auf. Als die Aufnahme am nächsten Tag gehört wurde, war das Ergebnis erstaunlich. Das war es: die neue Musik und die Atmosphäre der Gäste, das Schweigen zwischen den Medleys mit Applaus und Jubel. Es gab das Gefühl, wieder mitten in den Feierlichkeiten zu sein. Hansi war überzeugt, dass er die ideale Partymusik kreiert hatte und er war begeisterter denn je mit seiner Aufnahme bei Polydor. Hier waren sie den Partysounds zunächst eher abgeneigt. Sie glaubten jedoch an Hansi und gaben ihm die Möglichkeit, die Party im Studio Hamburg zu wiederholen. Der "Happy Party Sound" wurde geboren!

"Non Stop Dancing 1965" von der "James Last Band" von der "James Last Band" wurde zu einem Erfolg. Es war ein Schock für Hansi selbst als er das Het eerst James Last-album: Non Stop Dancing '65lp erste James Last Album erhielt: Non Stop Dancing '65 LP. Über sein Wissen hinaus hatte Polydor den Namen Hans zu James für den internationalen Markt geändert. Aber eins war sicher: Der 'James Last Sound' war eine Tatsache. Der Sound war nicht auf Partymusik beschränkt. Die meisten denkbaren Genres, von Jazz bis Klassik und Folk waren Hansis enormen Eifer und Talent unnachahmlich durch den James Last Band & Orchestra mit oder ohne Chor durchgeführt. Ein Jahr nach der Veröffentlichung von Non Stop Dancing 1965 gab es inzwischen sehr begehrte Edelsteine wie Beat in Sweet, Classics Up To Date, Ännchen von Tharau, Trumpet à Gogo, Hammond à Gogo 2, Instrumentals Forever, Christmas Dancing, ... Außerdem schrieb Hansi in 1966 mit Games That Lovers seinen ersten Welthit. Der goldene Erfolgszug wird Jahr für Jahr in mehr als 160 Originalproduktionen fortgesetzt, die mit einer unendlichen Trophäenreihe gekrönt werden. James Hansi Last hat alles erreicht. Aber seine Musik sich immer mehr entwickeln zu lassen, kreativ zu sein und sich selbst treu zu bleiben, war eines der Grundprinzipien.

Ab 1969 ging das James Last Orchestra auf Tournee. Große Welttourneen und kleinere Europatouren folgten, und bis heute mit ausverkauften Hallen. Die Show wuchs im Laufe der Jahre zu einem beeindruckenden Spektakel auf hohem Niveau. Wo und wann? Aufzählungen sind bei James Last einfach unmöglich!

Am 17. April 1999 feierte James-Last seinen 70. Geburtstag. Im Dezember 1997, nach 42 Jahren Ehe, verlor er seine Unterstützung Waltraud nach Jahren des Kampfes gegen Krebs. Im Juni 1999 heiratete er zum zweiten Mal mit der 30 Jahre jüngeren Christine Grundner aus München. Zusammen leben sie glücklich in West Palm Beach (Florida). Tochter Rina schenkte ihm zwei Enkel. Trotz seines respektablen Alters ist Hans Last nach 35 Jahren noch immer aktiv.

Bis heute hat er mit seinem einzigartigen Sound mehr als 200 Gold-, 14 Platin- und unzählige andere Auszeichnungen gesammelt. Doch der erfolgreichste Orchesterführer der Welt kann mit solchen Zahlen nicht überfordert sein. "Ich mache nur Musik aus meinem Herzen, Musik, die ich liebe. Wenn ich sehe, dass Millionen von Menschen dass lieben, wass ich liebe, kann ich aber zufrieden sein", sagte der immer bescheiden Hansi Last. So erklärt er seinen Erfolg. Trotz dieses enormen Erfolgs blieb er der bescheidene und umgängliche Hansi aus Bremen, vor allem ein "Happy Heart" für andere.

Tekst: Jan Demin

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Ontwerp en realisatie: Johan Le Maire - Updating: Marc Le Maire